Yoga

„Jetzt wird die Erfahrung des Yogas dargelegt.“ (I./1. Yoga-Sutra Patanjali)

Jeder Mensch trägt den Wunsch in sich, gesund und glücklich zu sein.

Yoga ist uralt und gleichzeitig so aktuell und unfassbar wichtig in dieser unruhigen Zeit. Früher dachte ich immer: „Ich habe mein Leben im Griff.“ Ja, mein Leben lief nach Plan, jedoch war ich überhaupt nicht in meinem Lebensfluss. Dieser gravierende Unterschied sorgte für Blockaden auf allen Ebenen. Zum Glück kam ich durch eine Krise zum Yoga und viele Stolpersteine ließen mich wachsen.

Die Yogis haben über Jahrhunderte ihre Techniken geheim gehalten und nur an auserwählte Meister weitergegeben. Sie waren von der heilenden Wirkung nicht nur überzeugt, sondern haben sie am eigenen Leib erfahren. Wie gut, dass es im letzten Jahrhundert Yogameister gab, die dieses Wissen für alle zugänglich gemacht haben. Inzwischen boomt Yoga überall auf der Welt. Die Menschen finden endlich eine Möglichkeit, sich umfassend selbst kennenzulernen.

„Kundalini“ stammt von kundal ab, was soviel bedeutet wie Spirale. Jeder trägt die Kundalini-Energie in sich. Sie ruht am Fuße der Wirbelsäule wie eine schlafende, aufgerollte Schlange. Man könnte die Kundalini auch als Schatztruhe bezeichnen. Mit Kundalini-Yoga packen wir die Geschenke aus der Truhe aus. Die Übungen regen den Energiefluss in den Chakren (Energieräder) an und sorgen für ganzheitliche Harmonie.

Mit den oft dynamischen Übungen und den vielfältigen Atemtechniken bekommen wir ein Gespür für unseren Körper. Wir erfahren, dass wir mehr sind als nur Körper, nur Geist, nur Seele. Wir sind Körper, Geist und Seele verwoben in einem ganz einzigartigen Geschöpf.

Kundalini-Yoga verzichtet auf herausfordernde Positionen, wie z.B. den Kopfstand, was dieses Yoga für mich sofort sympathisch machte. Wir achten auf aufrechte Haltung (und das in der bequemsten Sitzposition) und dort wird geübt.

Klingt einfach? Ist es auch! 

Die wohltuende Wirkung spürte ich selber bereits nach der ersten Stunde. Als mir das Licht aufging, dass ich für mein Wohlergehen selbst verantwortlich bin und fortan immer öfter ausgeschlafen  in meinen Alltag ging, wollte ich nicht mehr aufhören. Regelmäßige Praxis verhilft zu einem guten Draht zum Selbst. Lieber 3 Minuten am Tag üben als es gar nicht zu tun. Die Belohnung folgt auf dem Fuße. 

Kundalini-Yoga wird auch das Yoga der Reinigung genannt. Es arbeitet ganzheitlich an Körper, Geist und Seele und wirkt ab der ersten Stunde. Dynamische Übungen wechseln sich ab mit Entspannungsphasen. So werden schon während des Übens die Wirkungen integriert. Am Ende der Übungsreihe folgt die Tiefenentspannung, in der der Körper sein neues Gleichgewicht findet. Eine Meditation passend zum Übungsset rundet die Yogastunde ab.

Auf geht’s!